Speicherung von Wärme

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„Wohin mit meiner Energie?“: Das fragen sich immer häufiger Versorgungsunternehmen, die stromgeführt arbeiten. Denn sie benötigen Lösungen für ihre überschüssige Fernwärme, die oft zum Zeitpunkt der Erzeugung nicht abgegeben werden kann. Als Energieantwort bieten wir ihnen Druck- oder drucklose Wärmespeicher an.

Die Chance, Fernwärme zwischenzuspeichern, möchte zukünftig auch der Energiedienstleister einer süddeutschen Großstadt nutzen und erteilte uns den Auftrag, im Jahr 2020 einen Druck-Wärmespeicher mit einer Leistung von 175 MWh zu errichten. Die Anlage wird beladen, indem die überschüssige Energie mit einer Temperatur von 130 °C und einem Druck von 13 bar(ü) dort eingeleitet wird. Ohne zusätzliche Primärenergie einzusetzen (wie zum Beispiel Erdgas), gibt der Wärmespeicher sie ins Netz ab, wenn der Bedarf an Fernwärme wieder steigt.

Ein Überblick über die technischen Daten:
  • Durchmesser mit/ohne Isolierung: 10,2m/ 9,4m
  • Höhe: 45,4m
  • Leergewicht: 490t
  • Bruttovolumen: 2869 m³
  • Auslegungstemperatur: 130°C
  • Druck am höchsten Punkt: 13 bar(ü)
  • Speicherkapazität: 175 MWh


Insbesondere freuen wir uns auch auf die Aufgabe, den Wärmespeicher in der Mitte eines alten Kesselhauses aufzustellen. Dazu öffnen wir das Dach, um anschließend die Teilkomponenten der Anlage mit einem Spezialkran aus einer Höhe von 22 Metern in das Gebäude abzulassen. Wenn wir den Speicher fertiggestellt haben, wird das Kesselhaus um sieben Meter erhöht. Insgesamt erhalten wir so die prämierte Architektur des Kraftwerks.

Im Rahmen unseres Auftrags verantworten wir neben der Errichtung des Wärmespeichers die Auslegung, Konstruktion, Fertigung und Montage der einbindenden Rohrleitungen (einschließlich Pumpenaggregaten, Steuer- und Absperrventilen) sowie die bauliche Erweiterung der Stahlkonstruktion. Darüber hinaus binden wir rohrseitig eine neue Entnahme-Gegendruck-Dampfturbine, einen Heizkondensator sowie mehrere Nebenaggregate an. Ebenso tauschen wir teilweise das bestehende Frischdampfnetz aus und erneuern das Werkwassersystem des zu modernisierenden Kraftwerksblocks komplett.